20.-24. August 07: Iguazu (David)

Waehrend Dani Richtung Sueden zu den Walen,... aufgebrochen ist, bin ich Richtung Norden zu den Wasserfaellen von Iguazu (Dani hat sie ja schon gesehen). Bevor es allerdings auf die Reise ging, liess ich mir ein Spiel der Boca Juniors (eh. Verein von Diego Maradona) im Bombonera nicht entgehen. Ich kann nur sagen, was Klagenfurt fuer Beachvolleyball ist, muss das Bombonera-Stadion fuer den Fussball sein. Die Stimmung hinter den Toren war einfach ein Hammer und das Spiel war auch recht gut (suedamerikanischer Fussball Wink). Allerdings ist nur ein Tor gefallen - Boca Juniors haben gegen San Martin mit 1:0 gewonnen. [Fotos]

Am Montag gings dann in einer 18-stuendigen Fahrt Richtung Norden zu den Wasserfaellen. Aber die Busreisen machen ja Spass - komfortabler als Business-Class im Flieger (obwohl, die kenn ich ja nicht Wink). Ich bin z.B. mit Via Bariloche gefahren (auf der Homepage koennt ihr sehen, wie die Busse innen aussehen). In Iguazu hab ich mich im Hostel-Inn einquartiert - ein eh. Casino und angeblich eines der besten Jugendherbergen von Argentinien (allerdings sehr gross).

Nachdem ich das Zimmer bezogen habe, habe ich gleich ein paar Leute kennengelernt, die auf dem Weg zu der brasilianischen Seite der Faelle waren. Da noch ein Platz im Taxi frei war, ging es sofort weiter nach Brasilien und in den Nationalpark. Ich kann euch nur sagen, die Faelle sind einfach super. So viel Wasser, Regenboegen,.... ich kann es einfach nicht beschreiben - am besten Fotos ansehen.

Fuer den naechsten Tag hatte ich mir die argentinische Seite der Faelle vorgenommen - und am besten mit Boot unter die Wasserfaelle bzw. ganz nah ran. Ich hatte schon eine Tour mit Transfer gebucht - allerdings wachte ich in der Frueh auf und konnte es nicht mehr erwarten, frueher zu den Wassermassen zu gelangen und nahm einfach den lokalen Bus. Im Park selber ging es dann sofort mit der Tour los. In einem Truck fuhren wir durch den Urwald zu einer Stelle des Flusses, wo die Boote bereits auf uns warteten. Wir steckten all unsere Sachen, die nicht nass werden durften, in wasserdichte Saecke und schon gings los...
Die Fahrt ging einige Kilometer flussaufwaerts - und auf einmal konnte man die Iguazu-Faelle schon von weitem sehen...und immer naeher und naeher.... einfach genial. Nachdem wir ein paar Fotomoeglichkeiten hatten, gab es dann die Morgendusche - unter den Wasserfaellen (oder zumindest so nahe, dass nichts an Bord trocken blieb). Man konnte nichts sehen und war fast direkt darunter.
Mit dieser morgendlichen Dusche frisch erwacht, machten wir uns auf den Weg, die Faelle noch genauer zu erkunden. Verschiedenste Wege und Plattformen boten die Moeglichkeit, die Wasserfaelle unter die Lupe zu nehmen. Am besten war es allerdings dann kurz vor Ende der Oeffnungszeit. Es waren die meisten Leute schon am Weg zum Ausgang und wir konnten die Faelle nochmals ganz im Stillen geniessen - ohne der Horden waehrend des Tages. Das ganze kann man nicht beschreiben - einfach ueberwaeltigend!!!Smile (Waehrend eh. First Lady Eleanor Roosevelt die Wasserfaelle von Iguazu gesehen hat, rief sie angeblich "Poor Niagara!" - und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das noch so einfach zu toppen ist)

Zum Abschluss des Tages gab es im Hostel ein BBQ mit einer brasilianischen Nacht kombiniert (Samba-Taenzerinnen,...). Am naechsten Morgen machte ich mich gemeinsam mit einem Briten dann neuerlich auf den Weg Richtung Brasilien - und dann auch Paraguay. Wir fuhren nach Foz do Iguazu und von dort ging es mit dem Bus nach Ciudad del Este (Hauptstadt von Paraguay und angeblich das groesste Shoppingcenter Suedamerikas). Wir spazierten durch die Strassen und erkundeten, was es alles zu kaufen gibt. Also an Elektrogeraeten (Kameras, Laptops,...) fehlt es hier nicht - und mit Abstand am billigsten in ganz Suedamerika (deshalb fahren viele Brasilianer und Argentinier dorthin shoppen). Alle paar Meter wird man angestupst und irgendjemand will einem etwas andrehen (Socken, Rasierer, Batterien, Klappstuehle, Spielzeugautos,...). Da wir nicht auf der Suche nach etwas speziellem waren, ging es dann nach 1 h wieder zurueck nach Brasilien - aber zumindest waren wir in Paraguay. Wink
Wir wollten uns auch noch den zweitgroessten Staudamm der Welt - den Itaipu-Damm - ansehen, der sich an der Grenze zwischen Paraguay und Brasilien befindet. Da in allen Reisefuehrern steht, dass freier Eintritt ist, dachten wir, das ist eine perfekte Gelegenheit dazu. Als wir dann ankamen und einige Bereiche bereits geschlossen waren und noch dazu ein heftiger Eintritt (mehr als fuer die Wasserfaelle) verlangt wurde, beschlossen wir, dass es uns fuer ein paar Fotos nicht wert ist. Somit ging auch der Tag im Dreilaendereck vorbei und ich fuhr wieder ins Hostel zurueck nach Argentinien.

Bevor es dann am letzten Tag zurueck nach Buenos Aires ging, spazierte ich noch ein wenig durch die Strassen von Puerto Iguazu und besuchte den Punkt, von wo aus man sowohl Paraguay als auch Brasilien sehen kann (von Argentinien aus). Am Abend gings dann zurueck nach Buenos Aires, von wo ich jetzt weiter in den Sueden nach Ushuaia, der suedlichsten Stadt der Welt, fliege und Dani wieder treffen werde. Nach der Hitze (um die 30 Grad) in Iguazu, die ich genossen habe, gehts nun in die Kaelte (um die 0 Grad).

[Fotos] (sorry fuer die vielen Wasserfaelle - aber hab eh schon so viele aussortiert Wink)