20. - 25. August 07: Puerto Madryn, San Julián, Rio Gallegos (Dani)

Von meiner ersten Reise alleine im grossen Argentinien gibt es eine Menge zu berichten. Mit dem Bus gings mal 20 Stunden nach Puerto Madryn - machte mir aber gar nichts, weil das Reisen in Bussen hier in Argentinien echt Spass macht. Ich konnte meinen Sitz 180 Grad umlegen und gemuetlich schlafen - ja sowas gibt´s!!!

In Puerto  Madryn bin ich im Hostel gleich mal herzlichst aufgenommen worden - Gladys (die Eigentuemerin) war wie eine Mama zu mir und so fehlte mir dort an nichts. Neugierig machte ich mich auf den Weg um zu schauen was mich erwartet - entlang am Strand spazierte ich zum Pier - wo sich schon viele Leute tummelten (was fuer Argentinien um diese Zeit verwunderlich war - es war 9.30 morgens), auf jeden Fall traute ich meinen Augen nicht - mein wohl groesstes Highlight der Reise. Rund um den Pier waren um die 20 Glattwale - zum greifen nah - und das Wasser auch noch ziemlich klar. Natuerlich konnte ich mich ewig lange nicht loesen - es war so ueberwaeltigend zum Zuschauen. Von Juli - November ist Paarungszeit der Glattwale und jedes Jahr wieder, kehren sie in die Bucht von Puerto Madryn und der Peninsula Valdez zurueck. Den Rest des Tages verbrachte ich am Strand, lief auf und ab, beobachtete wie sie sich im Wasser waelzten und sprangen. Eine Schar von Flamingos ist mir auch untergekommen - die waren aber in diesem Moment gar nicht interessant!

Puerto Madryn ist ein kleiner Ort wo es nicht recht viel zu tun gibt - er ist eben Ausgangspunkt fuer die Pensinsula Valdez - die ich mir natuerlich auch anschaute. Mit einer Tour gings um 8 Uhr morgens los. Unsere erste Station war ein Strand der ca. 20 km von Puerto Madryn liegt - dort schauten wir uns die naechsten Wale an, die um die 10 Meter entfernt waren. Es war so aufregend... - um die 50 Wale!
Weiter gings zur Peninsula Valdez wo wir eine Waltour machten und die Wale mit Ihren Babys aus naechster Naehe beobachteten. Auch Seehunde und Pinguine waren da - allerdings nicht allzu viele da gerade nicht Saison ist.
Ein naechster Hoehepunkt waren die Seeelefanten, die es nur hier in Argentinien auf der Pensinsula Valdez und der Antarktis gibt (spezielle Art) - und da hatten wir auch Glueck, die ersten Weibchen trafen ein um Ihre Babys auf die Welt zu bringen. Ganz schoene Brummer.....

Weiters leben auf der Insel noch Nandus (aehnelt einem Strauss), wilde Lamas, eine Art Guerteltier und Pampashasen (schauen aus wie kleine Kaenguruhs). Gesamt haben wir 400 km zurueckgelegt und fuhren rund um die Insel. Die Landschaft aehnelt einer Wueste mit ein bisschen Bewuchs und hat auch einige kleine Salzseen. Peninsula Valdez wurde 1999 von der UNESCO auf die Welterbeliste gesetzt.

Als naechstes gings weiter nach San Julián - wo ich in eine Stadt eingetaucht bin, die einer Geisterstadt aehnelte. Ist eben eher was fuer den Sommer - zum Baden wars mir auf jeden Fall viiiieeeelllll zu kalt.
Waehrend David um die 30 Grad geniesst - komme ich hier ohne Haube, Schal und Handschuhe nimma aus...hmhmh
Nachdem ich San Julián erkundet habe (was nicht schwer war) machte ich mich auf den Weg nach Rio Gallegos, wo ich aber nur uebernachtete und auf den Bus Richtung Ushuaia wartete. Da wird erst richtig kalt Surprised....

[Fotos]