23. - 25. September 07: Tupiza

Nach 1.5 Stunden Busfahrt kamen wir an der Grenze zu Bolivien an - mit uns im Bus, zwei deutsche Maedels, Josefine und Katharina, mit denen wir die Grenze gemeinsam bewaeltigt haben. Zuviele Schauergeschichten haben wir gehoert - jedoch war der Grenzuebergang voellig leicht und reibungslos. Nachdem wir 3 Stunden in Villazon mit Fruchtdrinks, Cafe und Internet die Zeit ueberbrueckten, gings los nach Tupiza. Vorbei die schoene Zeit des komfortablen, gemuetlichen Reisens im Bus...... Fuer 97 km brauchten wir 2 Stunden entlang einer schottrigen Strasse.

Zu viert quartierten wir uns im selben Hotel ein - das wirklich extrem guenstigst war - wie auch alles ander hier. Der Preisunterschied zu Argentinien ist riesig - man merkte aber auch gleich nach der Grenze, in einem anderen Land zu sein.
Geplant war eine 4-taegige JeepTour nach Uyuni zu machen - Klasse war, dass Katha und Fine gleiches vorhatten - und wir somit einen Jeep zu viert buchten.
Bevors aber losging, machten David und ich noch einen Tagesausflug ins Hinterland von Tupiza - einen "Triathlon". Warum auch immer mir David darauf eingestiegen ist - dieser Triathlon bestand aus Jeepfahren, ein wenig Trekking und "wieder" Pfertalreiten?!?!?!

Los gings fuer (nur) uns beide gegen 10 Uhr vormittags, erst mit dem Jeep, entlang Schotterstrassen wo wir voellig in die Pampa gefahren sind und die erzhaltigen roten Berge und Felsformationen anschauten. In einem Flussbeet setzten wir das "Trekking" fort - war echt nett - wir hatten unseren ersten Einblick in Bolivianische Landwirtschaft, wo diverse Fruechte und Kraeuter angebaut werden. Am anderen Ende des Flussbeetes pausierten wir und wurden mit Empanadas, Fruechten und Getraenken versorgt. Genug des gemuetlichen Herumkutschierens - die Pferde waren gesattelt und warteten schon auf uns........
3 Stunden waren wir unterwegs und David hatte staendig zu kaempfen, nicht vom Pferd zu fallen. Jetzt ist er wohl wirklich geheilt vom Reiten.......

Abends bereiteten wir alles fuer unseren Ausflug vor - ein unbedingtes "MUSS" in unseren Taschen - COCA-Blaetter! Bis zu 5.000 Meter Seehoehe waren wir unterwegs und waren daher vor Hoehenkrankheit nicht gefeit...  Coca ist eine Pflanzenart, die Kohlenhydrate, Kalzium, Eisen, Vitamine und Kokain enthaelt. Uiuiui - liebe Eltern - keine Sorge, der Kokaingehalt ist so gering - man kann nicht abhaengig werden. Diese getrockneten kleinen Scheisserchen helfen unheimlich gegen Kopfschmerzen, Uebelkeit und was die Hoehenkrankheit sonst noch mit sich bringt!!! Schmecken tun sie irgendwie wie gruener Tee - man schiebt sie einfach in die Backe und laesst sie wirken.....
Einheimische haben meist soviele in der Backe, dass es ausschaut als haetten sie einen Lutscher im Mund - doch der gruene Rand um den Mund und der Geruch verraten alles Undecided.

So viele Reisende haben wir auf unseren Weg getroffen, die von dieser Tour regelrecht geschwaermt haben - und unsere Vorfreude war echt schon gross.......

[Fotos]